Brute Force Angriffe: Wie man sich schützen kann und was das mit WordPress zu hat

Brute Force Angriffe sind eine der häufigsten Arten von Cyberangriffen. Sie sind relativ einfach zu implementieren und können dennoch sehr effektiv sein, wenn sie erfolgreich sind. Bei einem Brute-Force-Angriff versucht der Angreifer, sich Zugang zu einem System oder einer Website zu verschaffen, indem er alle möglichen Kombinationen von Benutzernamen und Passwörtern ausprobiert.

Wie funktionieren Brute-Force-Angriffe?

Bei einem Brute-Force-Angriff versucht der Angreifer, sich Zugang zu einem System oder einer Website zu verschaffen, indem er alle möglichen Kombinationen von Benutzernamen und Passwörtern ausprobiert. Das kann eine sehr zeitaufwendige Aufgabe sein, aber mit Hilfe von Computerprogrammen ist es möglich, eine große Anzahl von Kombinationen in relativ kurzer Zeit auszuprobieren.

Es gibt zwei Haupttypen von Brute-Force-Angriffen:

  • Simple Brute Force: Bei diesem Angriff wird eine einfache Kombination von Buchstaben und Zahlen verwendet, z. B. “admin123” oder “password”.
  • Dictionary Attack: Bei diesem Angriff wird ein Wörterbuch verwendet, um mögliche Passwörter zu generieren. Das Wörterbuch kann Wörter aus der realen Welt, wie z. B. Namen, Orte oder Geburtsdaten, enthalten.

Was hat das mit WordPress zu tun?

WordPress ist das beliebteste Content-Management-System (CMS) der Welt. Es ist einfach zu bedienen und bietet eine Vielzahl von Funktionen und Anpassungsmöglichkeiten. Allerdings ist WordPress auch ein beliebtes Ziel für Cyberangriffe.

WordPress-Websites sind anfällig für Brute-Force-Angriffe, da sie häufig Standard-Benutzernamen und -Passwörter verwenden. Außerdem sind WordPress-Plugins oft nicht ausreichend gesichert und können Sicherheitslücken aufweisen, die Angreifer ausnutzen können.

Wie kann man sich vor Brute-Force-Angriffen schützen?

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die man ergreifen kann, um sich vor Brute-Force-Angriffen zu schützen:

  • Verwenden Sie starke Passwörter: Verwenden Sie Passwörter, die mindestens 12 Zeichen lang sind und eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Vermeiden Sie es, Wörter oder Namen aus dem Wörterbuch zu verwenden.
  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): 2FA bietet einen zusätzlichen Schutz, indem sie eine zweite Authentifizierungsmethode, wie z. B. einen SMS-Code oder eine Authentifizierungs-App, erfordert.
  • Aktualisieren Sie WordPress und Plugins regelmäßig: WordPress-Entwickler veröffentlichen regelmäßig Sicherheitsupdates, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen. Es ist wichtig, diese Updates so schnell wie möglich zu installieren.
  • Verwenden Sie ein Firewall-Plugin: Ein Firewall-Plugin kann dazu beitragen, unerwünschten Traffic zu blockieren und Brute-Force-Angriffe abzuwehren.

Persönliche Meinung

Ich finde es wichtig, dass WordPress-Betreiber sich vor Brute-Force-Angriffen schützen. Brute-Force-Angriffe können zu Datendiebstahl, Identitätsdiebstahl oder sogar zur Verwüstung einer Website führen.

Die oben genannten Maßnahmen sind ein guter Anfang, um sich vor Brute-Force-Angriffen zu schützen. Es ist jedoch wichtig, sich auch über die neuesten Sicherheitsbedrohungen zu informieren und diese Maßnahmen regelmäßig zu überprüfen.

Hier sind einige weitere Tipps, die man beachten kann:

  • Verwenden Sie einen sicheren Webhosting-Provider: Ein sicherer Webhosting-Provider verfügt über die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen, um Ihre Website zu schützen.
  • Überwachen Sie Ihren Webserver-Protokollverkehr: Dadurch können Sie verdächtigen Traffic erkennen und darauf reagieren.
  • Erstellen Sie regelmäßig Backups Ihrer Website: Wenn Ihre Website gehackt wird, können Sie sie mithilfe eines Backups wiederherstellen.

Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen können Sie dazu beitragen, Ihre WordPress-Website vor Brute-Force-Angriffen zu schützen.

WP-Admin oder WP-Login verstecken

Ein weiteres Mittel, um sich vor Brute-Force-Angriffen zu schützen, ist das Verstecken der URL des WordPress-Adminbereichs. Die Standard-URLs für den Adminbereich sind /wp-admin und /wp-login.php. Angreifer können diese URLs leicht finden und versuchen dann, sich mit Standard-Benutzernamen und -Passwörtern anzumelden.

Das Verstecken der URL des Adminbereichs macht es Angreifern schwieriger, zu finden, wo sie sich anmelden müssen. Das bedeutet, dass sie mehr Zeit und Mühe aufwenden müssen, um sich Zugang zu Ihrer Website zu verschaffen.

Um die URL des Adminbereichs zu verstecken, können Sie ein Plugin wie WPS Hide Login verwenden. Dieses Plugin ändert die URL des Adminbereichs zu einer benutzerdefinierten URL, die Sie selbst wählen können.

Es ist wichtig zu beachten, dass das Verstecken der URL des Adminbereichs nicht zu 100 % sicher ist. Ein Angreifer kann immer noch versuchen, die benutzerdefinierte URL zu finden, indem er die Website scannt.

Meinung zu WP-Admin oder WP-Login verstecken

Ich halte es für eine gute Idee, die URL des Adminbereichs zu verstecken, um einen zusätzlichen Schutz vor Brute-Force-Angriffen zu bieten. Allerdings ist es wichtig, sich bewusst zu sein, dass dies nicht zu 100 % sicher ist.

Ich würde empfehlen, das Verstecken der URL des Adminbereichs als eine zusätzliche Maßnahme zu sehen, die zusammen mit anderen Sicherheitsmaßnahmen wie starken Passwörtern, Zwei-Faktor-Authentifizierung und regelmäßigen Updates durchgeführt werden sollte.

Nami Shams ist WordPress und SAP Experte und Mitbegründer von WordPress Soforthilfe. WP Soforthilfe ist für viele WordPress-Benutzer die erste Anlaufstelle für technische Fragen und WordPress-Soforthilfe.

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